Aedh Wishes for the Cloths of Heaven

Had I the heavens’ embroidered cloths,
Enwrought with golden and silver light,
The blue and the dim and the dark cloths
Of night and light and the half light,
I would spread the cloths under your feet:
But I, being poor, have only my dreams;
I have spread my dreams under your feet;
Tread softly because you tread on my dreams.

W.B. Yeats (1865–1939)

 

Wisst ihr noch, wann ihr euch zum ersten Mal die Frage gestellt habt, was das alles hier für einen Sinn hat? Ich meine so das Leben allgemein. Das Universum. Und den ganzen Rest.
Warum existiere ich? Und wenn wir schon mal dabei sind: Warum existiert überhaupt irgendetwas und nicht nichts? Und wer ist dieses Ich, das sich darüber wundert, dass es sich wundert?
Bei mir hat das irgendwann so im fünfzehnten Lebensjahr angefangen. Mir wuchsen Haare an komischen Stellen und so hässliche eitergefüllte rote Dinger im Gesicht. Ein guter Zeitpunkt, um sich über den Fremden, der mich morgens beim Zähneputzen im Spiegel beobachtet, zu wundern. Wer ist dieser Typ? Und was will er eigentlich?

Von meinen Mitschülern in der Oberstufe hörte ich oft, dass ich mir zu viele Gedanken machen würde. Und ein freundlicher älterer Herr (so um die dreißig…mit Frau und Kindern… also uralt), der mich beim Trampen mitnahm und sich meine damals aktuellste Erklärung für das Universum anhören durfte (wahrscheinlich irgendwas Solipsistisches wie: „Das Universum existiert nur, weil ich es wahrnehme.“), erklärte mir, dass dieses ganze Grübeln und Philosophieren in meinem Alter ganz normal sei, sich aber im Alter von ungefähr 25 Jahren von ganz alleine legen würde.

Jetzt bin ich 36. Und immer noch wundere ich mich über das Leben, das Universum und den ganzen Rest. Frage mich, was meine Aufgabe hier ist. Was es heißt, ein gutes, sinnerfülltes Leben zu führen.

Und deswegen habe ich mir dieses Jahr geschenkt. Ein Jahr, um ein für allemal den Sinn des Lebens zu finden. Die Antwort auf alle Fragen (und nein…die Antwort ist nicht 43…glaube ich). Die endgültige, finale Erklärung. Erleuchtung.

Begleitet mich auf dieser Reise. Ich weiß nicht, wohin sie uns führen wird. Aber ich bin sicher, dass es ein ziemlich spannender Trip wird.

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